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26 Prähistorische Siegel

© Archäologisches Museum der WWU

26 Prähistorische Siegel

Verschiedene Roll- und Stempelsiegel aus dem Alten Orient

Das älteste der drei hier gezeigten Siegel ist ein sogenanntes Stempelsiegel und weist lediglich kleine, eingepickte Löcher auf. Sie lassen eine kreisförmige Anordnung erkennen. Eine schmale Öse auf der anderen Seite deutet darauf hin, dass das Siegel an einer Schnur oder Ähnlichem befestigt war.

© Archäologisches Museum der WWU, Inv. 3298, Foto Robert Dylka

Bei den beiden anderen handelt es sich um sogenannte Rollsiegel. Auf dem Rollsiegel aus dunklem Hämatit wird eine Opferszene von einer Inschrift eingerahmt. Zu erkennen sind ein König mit Breitrandkappe (2. v. r.), der dem Sonnengott Šamaš ein Opfertier darbringt und eine Hand zum Gebet erhebt. Der Hocker, auf dem ein Bein des Gottes ruht, symbolisiert den Berg, der mit ebenjener Gottheit in Verbindung gebracht wird. In seiner rechten Hand hält Šamaš den zu ihm gehörigen Schlüssel. Hinter dem König befindet sich eine weitere Person, die dem Gott Opfer bringen will. Ganz links ist die Schutzgottheit Lamma zu erkennen.

© Archäologisches Museum der WWU, Inv. 3601, Foto Robert Dylka

Das Objekt aus hellem Kalkstein zeigt eine Jagdszene mit Streitwagen. Auf diesem befinden sich ein Wagenlenker sowie ein Bogenschütze; davor sind zwei Pferde gespannt. Über den Zugtieren ist wahrscheinlich ein Hund dargestellt, welches bejagt wird.

© Archäologisches Museum der WWU, Inv. 3611, Foto Robert Dylka

Objektdetails

Material: Kalkstein und Hämatit


Maße: 2,0–3,6 × 1,1–2,5 cm


Leihgeber: Archäologisches Museum der Universität Münster


Datierung: 7. Jt. v. Chr. (?) – 2. Hälfte 2. Jt. v. Chr.


Aufbewahrungsort: Archäologisches Museum der Universität Münster