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10 Kameo Gonzaga

Nachschnitt von Gerhard Schmidt

Kameo Gonzaga

10 Kameo Gonzaga

Porträt eines Herrscherpaares
Wahrscheinlich Ptolemaios II. Philadelphos und Arsinoe II. (285–246 v.Chr.)

Der Kameo Gonzaga befindet sich seit 1814, nachdem er von Kaiser Napoleons Frau Joséphine dem Zaren Alexander I. geschenkt wurde, in der Eremitage St. Petersburg. Benannt wurde der fünflagige Kameo nach seiner einstigen Besitzerin, Isabella d'Este, der Gemahlin des Herzogs von Mantua, Francesco Gonzaga.

Einige Forscher nehmen an, dass der Kameo das königliche Paar Ptolemaios II. Philadelphos und Arsinoë II (285–246 v. Chr.) darstellt. Ptolemaios II. war der zweite König der ägyptisch-griechischen Periode und der erste hellenistische Herrscher, der seine Schwester heiratete. Auf den ersten Blick erweckt der Kameo auch einen hellenistischen Eindruck. Die Qualität der Verarbeitung, die man als »neoklassisch« bezeichnen kann, spricht allerdings dafür, dass er nicht in dieser Zeit entstanden ist. Auch den herzförmigen Anhänger, den die weibliche Person auf dem Kameo Gonzaga an einem Halsband trägt sowie die Zickzackfalten am Gewand, die bei hellenistischen Kunstwerken so nicht dargestellt werden, lassen Zweifel an einer frühen Entstehungszeit aufkommen.

Ebenso spricht die überladene, an den eklektischen Stil augusteischer Dekorationen angelehnte Helm-Ornamentik gegen eine hellenistische Datierung des Kameo Gonzaga.


Ausschnitt des Kameo Gonzaga

Objektdetails

Material: Lagen-Achat


Maße: 15,7 × 11,8 cm 


Leihgeber des Nachschnitts: Gerhard Schmidt


Datierung des Originals: 1. Hälfte 1. Jh. n. Chr.  


Aufbewahrungsort des Originals: Eremitage St. Petersburg