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35 Medusa

Nachschnitt von Gerhard Schmidt

Medusa

35 Medusa

Schlangen als Haare und zwei Flügel schmücken das Haupt des Ungeheuers Medusa

Adolf Furtwängler (1853–1907), einer der bedeutendsten deutschen Archäologen, beschreibt die Berliner Medusenmaske mit den leicht geöffneten Lippen und keck blitzenden Zähnchen als: »Eine elegante Arbeit augusteischer Zeit von höchster Vollendung«. Die Lippen sind leicht geöffnet und zeigen die obere Zahnreihe, das kleine Kinn ist rund und die Brauen sind zusammengezogen. Eingerahmt wird das volle Gesicht von einem Gewirr aus Locken, sich windenden Schlangen und zwei kleinen Flügeln. Die kleine herausragend gearbeitete Medusenmaske mit den alexanderhaft über die Stirn gesträubten Haaren ist im gleichen Stil, der gleichen Plastizität und Technik gearbeitet wie der Kameo Gonzaga.

Objektdetails

Material: ungefärbter Achat mit transluzidem Hintergrund


Maße: 4,4 × 4,02 cm


Leihgeber des Nachschnitts: Gerhard Schmidt


Datierung des Originals: 1. Hälfte 1. Jh. n. Chr.


Aufbewahrungsort des Originals: Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung