Schule der Archäologen

Die Bedeutung Halterns für die Archäologie

„Erst seit Haltern weiß man, dass nichts so dauerhaft ist wie ein Loch und dass Erdverfärbungen im Boden der gleiche urkundliche Wert zukommt wie den Handschriften der Historiker.“ (Rudolf Pörtner, 1959)

Bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert sind aus Haltern römische Funde bekannt. Doch erst die Aktivitäten des Sanitätsrats A. Conrads führen ab 1899 zu umfangreichen Ausgrabungen. Namhafte Archäologen wie F. Koepp, H. Dragendorff, G. Kropatschek, S. Loeschcke, E. Ritterling, C. Schuchhardt sowie viele andere sind in den folgenden Jahren hier tätig – und nicht ohne Grund wird für diese Phase der Ausgrabungen der Begriff „Archäologenschule“ geprägt.

Erstmals werden Erdverfärbungen im Boden als Spuren einstiger Gebäude oder Gräben erkannt, sorgfältig freigelegt und dokumentiert. Die damals entwickelten Methoden sind inzwischen verfeinert und werden bis heute bei Ausgrabungen in aller Welt angewandt.